Wer bekommt den Zuschlag zur EM 2012?
Am 18. April 2007 wurde durch das UEFA-Exekutivkomitee in Cardiff bekannt gegeben, dass Polen und die Ukraine den Zuschlag zur Austragung der EM 2012 erhalten haben. Von den zwölf Stimmen der Mitglieder des Exekutivkomitees bekamen Polen und die Ukraine acht, vier Stimmen gingen an Italien.
Wo finden die Spiele der EM 2012 statt?
Die Spiele der EM 2012 werden voraussichtlich in jeweils vier polnischen und vier ukrainischen Stadien ausgetragen. In Warschau, Danzig, Donezk, Dnipropetrowsk und Lemberg sollen neue Stadien errichtet werden, während die übrigen Stadien renoviert und erweitert werden. Dabei wurde der geplante Neubau der Ostsee-Arena in Danzig von der UEFA als bestes Projekt gewürdigt. Die Stadien in Chorzów, Krakau, Odessa und Donezk (RSK Olimpijskyj) sollen als Ausweichorte zur Verfügung stehen. So ist hier ebenfalls eine Sanierung und Erweiterung geplant, damit auch diese Stadien für die EM 2012 geeignet sind.
Projektverlauf zur EM 2012 in Polen und der Ukraine
Nach der Vergabe liefen die Vorbereitungen in beiden Ländern schleppend. Die UEFA zeigte sich ob der Verzögerungen mehrfach beunruhigt, ergriff aber lange Zeit keine Maßnahmen. Erst am 30. Januar 2008 veröffentlichte die UEFA eine Erklärung von UEFA-Präsident Michel Platini. Die UEFA bekennt sich weiterhin zur Vergabe nach Osteuropa und wird die Organisatoren mit ihrer ganzen Kraft unterstützen. Sie erkennt die politischen Gründe an, die zu einem schleppenden Tempo der Arbeiten geführt haben und ist sich sicher, dass dies nach den Neuwahlen in beiden Ländern besser wird. Darunter versteht die UEFA, dass bei den nötigen infrastrukturellen Projekten (Stadien, Unterkunft, Flughäfen, Eisenbahn, Transport) in den nächsten sechs Monaten große Fortschritte gemacht werden müssen. Die UEFA fordert Polen und die Ukraine auf, durch finanzielle Unterstützung der Projekte den Prozess zu beschleunigen. UEFA-Generalsekretär David Taylor machte deutlich, dass sich die UEFA zu Maßnahmen gezwungen sähe, wenn in den nächsten sechs Monaten zu wenig Fortschritte erzielt würden. Dies ist eine klare, wenn auch unausgesprochene, Warnung an die Organisatoren, dass die UEFA im Notfall dazu bereit ist, Polen und der Ukraine das Turnier wieder zu entziehen und einen neuen Organisator zu suchen. Dazu gibt es aber kein geregeltes Verfahren, und die Vergabe müsste neu begonnen werden. In ihren Stellungsnahmen sprechen die UEFA-Verantwortlichen immer von beiden Nationen und lassen nicht erkennen, ob in ihren Augen eine der Nationen besser dasteht als die andere.
Findet die EM 2012 in der Ukraine statt?
UEFA-Präsident Michel Platini gab Anfang Juli 2008 in Polen und der Ukraine bekannt, dass die polnischen Vorbereitungen viel besser verlaufen als in der Ukraine. Im Notfall könnte es zu einer Änderung der Spielanteile kommen. Polen würde dann 75 Prozent der Spiele (3 Gruppen-, 2 Viertelfinal-, beide Halbfinal- und das Endspiel) bekommen, die Ukraine dürfte demnach nur die Spiele der Gruppe D austragen. Über weitergehende Konsequenzen, wie einen kompletten Entzug der Austragung in der Ukraine, wird spekuliert. Auch Deutschland wurde in den Medien als Ersatzkanditat für die Ukraine gehandelt.
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